Ein Radar hebt ab nach Riga

Noch ist es dunkel auf dem Leipziger Flughafen. Aber schon jetzt wird das verlegefähige Grossraumradar des Einsatzführungsbereiches 3 in den Bauch einer An-124 Ruslan verladen und verzurrt. Kurz darauf hebt die Maschine einschließlich der Soldaten in Richtung der Baltischen Staaten ab, um an der NATO-Übung Ramstein Dust II-15 teilzunehmen.

 

Es ist vier Uhr früh am Flughafen Leipzig. Noch ist es dunkel. Das verlegefähige Radargerät des Einsatzführungsdienstes der Luftwaffe wird bereits in die riesige Antonov vom Typ An-124 Ruslan eingeladen. Gleichzeitig wird es für den Lufttransport vorbereitet. Die Antonov gehört zum Pool der gemieteten Transportflugzeuge der NATO und zum strategischen Lufttransportkonzept. Nach Abschluss der Flugvorbereitungen und der Startfreigabe durch den Tower hebt die An-124 ab. Das zweitgrößte Transportflugzeug der Welt steigt über der Startbahn des Leipziger Flughafens in die Höhe. Das Ziel: Riga, die Hauptstadt Lettlands.

 

Dort angekommen wird per Straßentransport an den Aufstellort Lielvarde verlegt, um an der multinationalen NATO-Übung Ramstein Dust II -15 teilzunehmen. Dort betreiben 15 Soldaten des Einsatzführungsbereiches 3 aus Schönewalde/ Holzdorf den Großraumsensor vom Typ RAT 31 DL/M bis zum 17. November auf der lettischen Luftwaffenbasis. Die mittels des Radars gewonnenen Daten werden direkt in den NATO-Gefechtsstand in Italien eingespeist und verarbeitet. Der Gefechtsstand ist für die taktische Führung von Luftstreitkräften verantwortlich.

 

Autor: Markus Montag/Luftwaffe

Foto: Markus Montag/Luftwaffe

 

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