Deutschland ist Gastgeber der EURAC 2017

„Das Ganze ist mehr als die Summe seiner Teile.“ Was Aristoteles über die Metaphysik sagt, gilt ebenso für Teamarbeit in der Moderne und die europäischen Luftstreitkräfte. Unter dem Gesichtspunkt der Kooperation begrüßte der Inspekteur der Luftwaffe, Generalleutnant Karl Müllner, als Gastgeber die Teilnehmer zur European Air Chiefs Conference (EURAC) 2017 in Berlin. Die EURAC wurde 1993 auf dem Pariser Luftfahrtsalon von 17 Teilnehmerstaaten gegründet und wird seitdem in jedem Jahr von wechselnden Nationen organisiert.

 

Neben den Schwerpunktthemen in den Gesprächen nutzen die Generäle die Konferenz, um alte Freundschaften zu pflegen und neue zu knüpfen. (Quelle: Luftwaffe/Susanne Hähnel)

Ziel der hochwertigen und zielorientierten Konferenz ist es, die Kooperation unter den europäischen Luftstreitkräften zu verbessern und damit deren Effizienz und Effektivität zu erhöhen. Nach der Konferenz im Jahr 2000 ist Deutschland damit zum zweiten Mal Gastgeber der EURAC und präsentiert sich als moderne Partnernation für aktuelle und zukünftige Projekte. Unter den mittlerweile 28 Mitgliedern aus europäischen Staaten sind auch solche, die nicht der NATO angehören – wie zum Beispiel Österreich oder die Schweiz.

Unter dem Motto „Future Combat Air – A European Air Forces Perspective!?“ tagen die Teilnehmer der EURAC 2017 in Berlin. (Quelle: Luftwaffe/Susanne Hähnel)

 

Ein Blick in die Zukunft der europäischen Luftwaffen

Generalleutnant Müllner eröffnete die EURAC 2017 damit, dass er die Konferenz als gute Möglichkeit sehe, alte Freunde zu treffen, neue Freundschaften zu knüpfen und zukünftig einen gemeinsamen Weg weiterzugehen. Die diesjährige Veranstaltung steht unter dem Motto „Future Combat Air – A European Air Forces Perspective!?“ Dazu sagte General Müllner, dass das Sicherheitsumfeld unserer Zeit kritischer und komplexer als je zuvor sei. Während der Konferenz geht es um die Zukunft der Luftwaffen in Europa und deren Perspektiven. Schwerpunktthemen sind unter anderem die Auswirkungen der multinationalen Zusammenarbeit und die Vorteile, die die Einführung eines neuen Waffensystems der fünften Generation für Deutschland und seine Partner bietet. Im Fokus steht dabei die Weiterentwicklung der unbemannten Luftfahrt und eines bemannten Waffensystems, das mehrere Rollen im Einsatz erfüllen kann.

Die Luftwaffenchefs der teilnehmenden europäischen Staaten treffen sich, um Effizienz und Effektivität der Luftstreitkräfte zu erhöhen. (Quelle: Luftwaffe/Susanne Hähnel)

 

Leistungsdemonstration auf dem Fliegerhorst Holzdorf

Eingebettet in die Konferenz ist eine Fähigkeitsdemonstration am Luftwaffenstandort in Holzdorf. Dort erwartet die europäischen Luftwaffenchefs eine Vorführung über die Unterstützung von Operationen von Spezialkräften. Dabei wirken die fliegenden Waffensysteme Transall C-160, CH-53, H145M der Luftwaffe mit dem Kommando Spezialkräfte (KSK) des Heeres im Verbund. Am Beispiel einer streitkräftegemeinsamem Rettungsaktion im Einsatz- und Krisengebiet werden die Vorteile einer schlagkräftigen Luftwaffe demonstriert. Ein Beispiel dafür, dass Geschwindigkeit, Reichweite, Mobilität und Flexibilität der Luftwaffe in nationalen und multinationalen Umfeld unersetzlich sind.

 

Autor: PIZ Lw

X
X