Emotionale Momente für Hauptmann Frank Haller und Hauptmann Fabian Warnecke vom Technischen Ausbildungszentrums der Luftwaffe. Erstmals nahmen die beiden Offiziere am Ironman in der Hansestadt Hamburg teil und wurden an die Grenzen ihrer physischen Belastbarkeit geführt.

Erfolgreicher Abschluss beim Ironman in Hamburg: Hauptmann Fabien Warnecke (l.) und Hauptmann Frank Haller. (Quelle: Luftwaffe/Frank Haller)

In der Hansestadt Hamburg wurde zum dritten Mal der Triathlon über die „Lange Distanz“ ausgetragen. Das bedeuten 3,86 Kilometer Schwimmen, gefolgt von 183 Kilometern Radfahren und abschließend ein Marathonlauf über 42,195 Kilometer. Zu diesem Event hatten sich auch die Hauptleute Frank Haller und Fabian Warnecke vom Technischen Ausbildungszentrum der Luftwaffe (TAusZLw) in Faßberg angemeldet.

Insgesamt acht Monate hatten die beiden Offiziere dafür trainiert und sich minutiös auf diese sportliche Höchstleistung vorbereitet. Hinter ihnen lag ein nahezu tägliches Training mit unzähligen Bahnen im Schwimmbad und langen Radausfahrten verbunden mit intensiveren oder lockeren Läufen. Am Tag des Triathlons standen sie dann mit rund 2.500 gleichgesinnten Triathleten am Jungfernstieg und blickten freudig aber auch angespannt auf den vor ihnen liegenden Wettkampf.

Start zum „längsten Tag des Jahres“

Pünktlich um 6.40 Uhr fiel der Startschuss und die Athleten begannen ihre Reise in „den längsten Tag des Jahres“, so Hauptmann Haller. Zahlreiche Zuschauer rund um die Alster unterstützten die Schwimmer bereits am frühen Morgen. Die Schwimmstrecke führte zunächst durch die Binnen- hinein in die Außenalster.

Der Wendepunkt war nach knapp zwei Kilometern erreicht, dann ging es zurück bis zum Ausstieg, direkt vor dem Hamburger Rathaus. „Durch den Wind war die Alster schon leicht wellig, doch bei 24 Grad Wassertemperatur und sonnigem Wetter herrschten immer noch sehr gute Bedingungen“, betonte Warnecke. Als routinierter Schwimmer erreichte Hauptmann Haller nach 55 Minuten den Schwimmausstieg und durchlief zügig die erste Wechselzone. Hauptmann Warnecke sparte Kräfte und schwamm in 1:23 Stunde im Mittelfeld.

Weiter auf dem Rad

Nach dem Wechsel in die Radkleidung lagen nun 183 Radkilometer rund um Hamburg vor den Athleten. Die Strecke führte zunächst von der Innenstadt in das Hafengebiet. Einer der Höhepunkte der Radstrecke war dann das Überfahren der 52 Meter hohen Köhlbrandbrücke mit dem Ausblick über die Stadt.

Danach führte der Kurs flach am Elbdeich entlang, in Richtung Geesthacht. Nach dem Wendepunkt am Fährhaus Zollenspieker ging es wieder zurück an die Alster, wo mittlerweile 91,5 Radkilometer absolviert waren und die zweite Runde der Radstrecke begann.„Inzwischen hatte der Wind stark aufgefrischt und es wurde zunehmend wärmer. Daher war es wichtig, uns schon zu Beginn des Radfahrens mit Energie und Flüssigkeit zu versorgen“, betonte Hauptmann Haller, der die zweite Wechselzone nach insgesamt 5:21 Stunden erreichte.

Mit seiner Durchschnittsgeschwindigkeit von 34 Stundenkilometern konnte er auf dem windanfälligen und teils verwinkelten Kurs mit dieser Zeit zufrieden sein. Hauptmann Warnecke absolvierte seine erste Langdistanz, daher fuhr er kontrolliert und konstant und benötigte 6:15 Std. für diese Distanz.

Schneller Wechsel in die Laufkleidung

Nach dem Wechsel in die Laufbekleidung stand nun die dritte Disziplin an – der Marathon. Dieser führte auf einem Rundkurs vom Jungfernstieg an der Außenalster entlang und musste insgesamt viermal absolviert werden. Das Thermometer zeigte mittlerweile 32 Grad im Schatten an. „Wir wussten, dass konstantes Laufen, regelmäßig mit Wasser zu kühlen und die richtige Verpflegung jetzt rennentscheidend werden würden. Dazu gab es an der Strecke zahlreiche Verpflegungsstationen“, resümierte Haller, der in den ersten drei Runden gleichmäßiges Tempo lief und den Marathon in 3:46 Stunden beendete.

Für Hauptmann Frank Haller stellte der Marathon nur eine der drei Herausforderungen des Tages dar. (Quelle: Luftwaffe/TAusbZLw)

Er erreichte das Ziel vor dem Hamburger Rathaus in einer Gesamtzeit von 10:12 Std und lag damit auf Platz 178 der Gesamtwertung und auf dem 12. Platz in seiner Altersklasse.

Letzte Kräfte mobilisieren

Fabian Warnecke hatte sich den Wettkampf bisher gut eingeteilt und konnte in der ersten Runde flüssig laufen. In den Runden zwei und drei jedoch wurde es zunehmend beschwerlicher für ihn und so halfen auf der vierten Runde einige Gehpausen, um letzte Kräfte zu mobilisieren. „Die zahlreichen Zuschauer haben mich immer wieder angetrieben und nach vorne gepuscht“, so Warnecke, der für den abschließenden Marathon 5:33 Std brauchte und in einer Gesamtzeit von 13:32 Stunden durch die Tribünen am Rathausmarkt lief.

Fabian Warnecke ist nun ein glücklicher „Ironman“. (Quelle: Luftwaffe/TAusbZLw)

Die Emotionen waren beiden Athleten bei Zieldurchlauf anzusehen, als der Stadionsprecher ihnen den begehrten Satz „You are an Ironman!“ zurief. Nach diesem Finale endete der „längste Tag des Jahres“ für die beiden Triathleten des Technischen Ausbildungszentrums beim dritten Triathlon in der Hansestadt Hamburg.

Autor: Paul Hicks

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