10 Jahre Objektschutzregiment der Luftwaffe

Der Objektschutz der Luftwaffe ist eine Aufgabe, die so alt ist wie die Luftwaffe selbst. Nach einigen Änderungen entstand mit der Zeit das Objektsschutzregiment der Luftwaffe „Friesland“. Ein Verband, der in seiner jungen zehnjährigen Geschichte schon einiges erlebt hat. Im Wandel der Zeit ist die Luftwaffe immer wieder von neuen Strukturen und unzähligen Personalveränderungen geprägt worden. So wurden nach dem Ende des kalten Krieges die Sicherungsstaffeln der fliegenden Verbände aufgelöst. Doch neben all den Trennungen und manchem Abschiedsschmerz gab es auch viele neue Traditionen und Kameradschaften.

Die Aufgaben der Luftwaffensicherer ging über den reinen Objektschutz hinaus. (Quelle: Luftwaffe/Sebastian Wilke)

Eine junge Geschichte

Mit Beginn der Auslandseinsätze und einer neuen Bedrohungslage in den Neunzigern wurden die Sicherungskräfte ab 1997 im Objektschutzbataillon der Luftwaffe zusammengefasst. Daraus erwuchs am 30.06.2006 das Objektschutzregiment der Luftwaffe und bekam den Namenszusatz „Friesland“. Dieser bekräftigte damals die zwar noch junge aber schon enge Verbundenheit mit der Region. Heute sind im Regiment die Feldnachrichtenkräfte, Brandschutzkräfte, Luftwaffen-Pionierkräfte, Einsatzlogistik und natürlich der spezialisierte infanteristische Objektschutz auf knapp 1.600 Dienstposten verteilt.

Die Sicherer aus Schortens sind auch für den Schutz von Luftfahrzeugen im Krisengebiet zuständig. (Quelle: Luftwaffe/Stefan Neumann)

Ein Unikat mit vielen Aufgaben

Neben Afghanistan sandte das Regiment seine Soldaten nach Mali, in die Türkei, den Sudan und ins Baltikum. Zusätzlich stellte der Verband von 2003 bis 2015 auch Kräfte für die NATO Response Force. Mittlerweile sind knapp 3.600 Soldaten von Schortens aus in die ganze Welt zu Auslandseinsätzen gegangen. Am selben Tag der Feierlichkeiten kamen auch die Soldaten des ersten Kontingents der Stabilisierungsmission MINUSMA aus Mali zurück. Zur Feier des 10. Geburtstages am 24. Juni 2016 traten über 600 Soldaten des Regiments an. Mehr als 200 geladene Gäste kamen zu dem feierlichen Appell. Unter musikalischer Begleitung des Luftwaffenmusikkorps war zudem ein Ehrenzug des Wachbataillons aus Berlin aufmarschiert.

Über 600 Soldaten waren zum feierlichen Appell angetreten. (Quelle: Luftwaffe/Gerhard Groeneveld)

Eine Feier für drei Geburtstage

Regimentskommandeur Oberst Hans Peter Dorfmüller ging in seiner Rede auf die 80-jährige Geschichte des Fliegerhorsts ein und erinnerte an den Abschuss eines britischen Bombers, dessen Besatzung mit militärischen Ehren auf dem Jeveraner Friedhof beigesetzt wurde. Dazu wurde am Tag des Regimentsfestes auch ein neuer Gedenkstein vor dem Regimentsstab enthüllt. Der niedersächsische Landtagspräsident Bernd Busemann, dem die Bundeswehr bereits seit seinem eigenen Wehrdienst wichtig ist, gratulierte dem jungen Objektschutzregiment. Er betonte den richtigen und wichtigen Beitrag der Bundeswehr über die Landesgrenzen hinaus. Er erinnerte dankbar daran, „dass der Verband in seinen Auslandseinsätzen bis heute keine Gefallenen zu beklagen hat!“

Oberst Dorfmüller, der Landtagspräsident von Niedersachen Bernd Busemann und Brigadegeneral Michael Gschosßmann schreiten die Front der angetretenen Soldaten ab. (Quelle: Luftwaffe/Gerhard Groeneveld)

Der Kommandeur für bodengebundene Verbände, Brigadegeneral Michael Gschoßmann ging unter anderem auf die geänderten Aufgabenfelder der Luftwaffensicherung ein. Diese führten zur Auflösung der jeweiligen Sicherungsstaffeln und zur Aufstellung des heutigen Objektschutzregiments. Neben dem zehnjährigen Bestehen wurden an diesem Tag auch das 60. Jubiläum der Luftwaffe und der 80. Jahrestag des Fliegerhorstes Upjever gefeiert. Nach dem Appell ging die Feier in einen Familiennachmittag über, dem am Abend ein Regimentsfest folgte. Ein Tag, an dem überall zu spüren war, wie stolz die Objektschützer auf ihren einzigartigen Verband sind und sein können.

 

Autor: Philipp Rabe/Luftwaffe

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