Im Zentrum stand das persönliche Gespräch

Nichts geht über das persönliche Gespräch mit den Soldaten vor Ort. Und kein noch so ausgefeilter schriftlicher Bericht ersetzt die eigene Inaugenscheinnahme der aktuellen Einsatzsituation. Genau aus diesem Grunde hat sich der Kommandeur des Kommandos Einsatzverbände Luftwaffe, Generalleutnant Martin Schelleis, zu einem Informationsbesuch bei den Frauen und Männern des Deutschen Einsatzkontingentes Active Fence Turkey aufgemacht. Fast ein dreiviertel Jahr ist seit dem letzten Besuch von General Schelleis im Südosten der Türkei vergangen. Und trotzdem, oder gerade deshalb, ist das Informationsprogramm, das der Kommandeur des PATRIOT-Einsatzverbandes, Oberst Stefan Drexler für den Drei-Sterne-General zusammengestellt hat, gespickt mit einer Vielzahl neuester Informationen.

 

Zeit für das Gespräch mit den Soldaten

Absolute Priorität wurde seitens General Schelleis dem individuellen Gespräch mit den Soldaten aller Fachbereiche und Dienstgradebenen eingeräumt. Ob mit der Kontingentführung, den Leitern der unterschiedlichen Stabsgebiete, den Vertrauenspersonen oder den „Spießen“ – für jede Gesprächsrunde nahm sich Schelleis viel Zeit. Der Fokus des Generals lag keineswegs nur auf „seinen“ Luftwaffenkameraden: ABC-Abwehrkräfte, Spezialisten für Satelliten-Kommunikation, Feldjäger, Sanitätspersonal, Logistikexperten und IT-Personal sind nur einige der Einsatzkräfte, die das Kontingent in Kahramanmaras ausmachen. Mit ihren jeweils spezifischen Fähigkeiten sind sie erforderlich, den Auftrag, die Großstadt Kahramanmaras vor der Bedrohung durch möglichen Beschuss aus dem Bürgerkriegsland Syrien zu schützen, rund um die Uhr zu erfüllen.

 

Kontinuierliche Verbesserung der Infrastruktur

Auch mit dem örtlichen militärischen Vertreter der Gastnation Türkei, dem Kasernenkommandanten und dem Stellvertreter des Kommandeurs der 5.Panzerbrigade, Oberst Kerim Acar, diskutierte der Generalleutnant aktuelle Aspekte der gemeinsamen Nutzung der Kaserne in Kahramanmaras. Er zeigte sich hocherfreut über kontinuierliche Verbesserungen in den Bereichen Infrastruktur und bilateraler Zusammenarbeit. Angesprochen wurden jedoch auch Bereiche, die gemeinsame Herausforderungen darstellen, wie zum Beispiel die für die aktuelle Jahreszeit ungewöhnliche Trockenheit in der Region. Hier wurden Möglichkeiten gegenseitiger Unterstützung und Optimierungspotential bei der gemeinsamen Nutzung vorhandener Ressourcen besprochen.

 

Fazit: Es hat sich gelohnt

Als sich der Besuch am späten Abend langsam dem Ende neigt, resümierte General Schelleis, dass sich mit diesem Besuch wieder einmal gezeigt habe, dass nichts ein authentischeres Lagebild vermittele, als der persönliche „Blick ins Gelände“ und das direkte Gespräch mit den Einsatzkräften vor Ort. Mit einer Vielzahl von Eindrücken und einem Schreibblock voller Notizen verließ Generalleutnant Schelleis in den frühen Morgenstunden des nächsten Tages wieder die Südostflanke des NATO-Bündnisses in Richtung Köln-Wahn, verbunden mit dem guten Gefühl, sich auf „seine“ Soldaten in der Türkei uneingeschränkt verlassen zu können.

 

Text: Alexander F./Luftwaffe
Foto: Alexander F./Luftwaffe

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